11. August 2026

OpenAI veröf­fent­licht Success Story über die HSP GRUPPE

OpenAI stellt den KI-Einsatz bei der HSP GRUPPE in einer eigenen Success Story vor. Die Ergeb­nisse zeigen deut­liche Zeit­ge­winne, eine verbes­serte Arbeits­qua­lität und zusätz­liche Kapa­zi­täten für Bera­tung und Mandan­ten­ser­vice.

OpenAI hat am 7. August 2026 eine ausführ­liche Success Story über die HSP GRUPPE veröf­fent­licht. Der Beitrag beschreibt, wie ChatGPT Enter­prise in unseren Kanz­leien einge­setzt wird, welche Anwen­dungen sich im Alltag bewährt haben und wie unsere Teams die gewon­nene Zeit nutzen.

Für uns ist diese Veröf­fent­li­chung eine beson­dere Aner­ken­nung. OpenAI zeigt anhand ausge­wählter Unter­nehmen, wie seine Tech­no­logie prak­tisch einge­setzt wird. Nun gehört die HSP GRUPPE zu diesen Beispielen.

Was der Einsatz im Kanz­lei­alltag bewirkt

Die von OpenAI vorge­stellten Ergeb­nisse stammen aus einer Befra­gung im gemein­samen ChatGPT-Enter­prise-Workspace von HSP GRUPPE und Kanz­lei­pakt. Mehrere Werte fallen beson­ders auf:

98,6 %

berichten von einer höheren Produk­ti­vität

84,6 %

stellen eine verbes­serte Arbeits­qua­lität fest

95,9 %

sparen nach eigener Einschät­zung jede Woche Zeit

40.000

Stunden zusätz­liche Kapa­zität pro Jahr in einer konser­va­tiven Szena­rio­rech­nung

Auch beim Mandan­ten­ser­vice und bei der Arbeits­zu­frie­den­heit zeigen sich deut­liche Ergeb­nisse: 79,7 Prozent erleben einen besseren Mandan­ten­ser­vice, 78,1 Prozent berichten von einer höheren Zufrie­den­heit mit ihrer Arbeit.

Die Kapa­zi­täts­rech­nung kommt auf rund 40.000 zusätz­liche Stunden pro Jahr im Kanz­lei­ver­bund. Davon entfallen geschätzt 28.000 Stunden auf produk­tive Fach­ar­beit und weitere 12.000 Stunden auf Admi­nis­tra­tion, Mandan­ten­ser­vice und Support. Die Berech­nung beschreibt ein mögli­ches Kapa­zi­täts­po­ten­zial. Sie ist keine Aussage über bereits reali­sierten Mehr­um­satz.

Die Auswer­tung bezieht sich auf 81 orga­ni­sa­to­ri­sche Gruppen. Zwischen dem 1. Februar und dem 14. Juli 2026 wurden in diesem Workspace mehr als 500.000 Nach­richten ausge­tauscht. 755 Personen nutzten ChatGPT wöchent­lich, insge­samt waren im Auswer­tungs­zeit­raum 913 unter­schied­liche Konten aktiv. Diese Zahlen zeigen vor allem, dass ChatGPT inzwi­schen regel­mäßig im Arbeits­alltag einge­setzt wird.

Anwen­dungen aus den Kanz­leien

ChatGPT wird in unseren Kanz­leien für sehr unter­schied­liche Aufgaben verwendet. Mitar­bei­tende recher­chieren und struk­tu­rieren Infor­ma­tionen, bereiten komplexe Sach­ver­halte auf, prüfen verschie­dene Lösungs­wege oder entwerfen verständ­liche Antworten auf Fragen von Mandan­tinnen und Mandanten.

Einige häufig benö­tigte Anwen­dungen wurden als gemein­same Agents umge­setzt. AI Client Commu­ni­ca­tion hilft bei der Erstel­lung und Über­ar­bei­tung von Texten für die Mandan­ten­kom­mu­ni­ka­tion. Der Agent kann Inhalte glie­dern, Formu­lie­rungen verständ­li­cher machen und erste Entwürfe liefern.

Die Buchungs­hilfe SKR03 & SKR04 unter­stützt bei der Vorbe­rei­tung konkreter Buchungs­fragen und bei der Einord­nung mögli­cher Kontie­rungen. Beide Anwen­dungen liefern eine Arbeits­grund­lage. Die fach­liche Prüfung und die abschlie­ßende Entschei­dung liegen bei den zustän­digen Fach­kräften.

OpenAI stellt in der Success Story außerdem mehrere persön­liche Anwen­dungen vor. Ein Kollege nutzt ChatGPT als Spar­rings­partner bei komplexen steu­er­li­chen Frage­stel­lungen. Ein weiterer Kollege entwi­ckelt KI-gestützte Dash­boards, mit denen sich finan­zi­elle Szena­rien gemeinsam mit Mandanten unter­su­chen lassen.

Eine Kollegin berichtet von der Analyse mehrerer Immo­bi­li­en­in­ves­ti­tionen. Früher benö­tigte sie dafür rund neun Stunden. Mit ChatGPT kann sie die Analyse heute in etwa zwei Stunden vorbe­reiten. Dadurch stehen ihr mehrere zusätz­liche Stunden für die persön­liche Bera­tung zur Verfü­gung.

Gute Ideen werden im Kanz­lei­ver­bund geteilt

Viele Anwen­dungen entstehen direkt an den Arbeits­plätzen unserer Kolle­ginnen und Kollegen. In monat­li­chen KI-Foren stellen die Teams ihre Erfah­rungen vor. Sie zeigen funk­tio­nie­rende Vorge­hens­weisen, spre­chen über Schwie­rig­keiten und entwi­ckeln vorhan­dene Ideen weiter.

Bewährte Anwen­dungen können anschlie­ßend doku­men­tiert und für andere Kanz­leien bereit­ge­stellt werden. Eine Lösung, die an einem Standort entwi­ckelt wurde, steht so später auch Kolle­ginnen und Kollegen in anderen Teilen des Kanz­lei­ver­bunds zur Verfü­gung.

01

Kanzlei entwi­ckelt
Ideen entstehen direkt im Arbeits­alltag.

02

KI-Forum teilt
Teams stellen Erfah­rungen und funk­tio­nie­rende Ansätze vor.

03

Verbund nutzt
Bewährte Lösungen werden doku­men­tiert und bereit­ge­stellt.

Für den Einsatz gelten gemein­same Regeln. Mandan­ten­be­zo­gene Infor­ma­tionen werden entspre­chend den internen Vorgaben zu Daten­schutz, Verschwie­gen­heit und Gover­nance verar­beitet. Fach­liche Ergeb­nisse werden durch die jeweils verant­wort­li­chen Steu­er­be­ra­te­rinnen und Steuer­berater, Rechts­an­wäl­tinnen und Rechts­an­wälte oder Wirt­schafts­prü­fe­rinnen und Wirt­schafts­prüfer geprüft.

Zusätz­liche Zeit für Bera­tung und Mandan­ten­ser­vice

Viele Kanz­leien der HSP GRUPPE verfügen über hohe Auftrags­be­stände und suchen quali­fi­zierte Fach­kräfte. Die durch ChatGPT einge­sparte Zeit wird daher unmit­telbar im laufenden Kanz­lei­be­trieb benö­tigt.

Sie kann für zusätz­liche Mandats­ar­beit, kürzere Bear­bei­tungs­zeiten, ausführ­li­chere Bera­tungs­ge­spräche und eine schnel­lere Kommu­ni­ka­tion einge­setzt werden. Beson­ders bei umfang­rei­chen Recher­chen und der Vorbe­rei­tung komplexer Sach­ver­halte zeigen sich bereits deut­liche Zeit­ge­winne.

Carsten Schulz

„Die eigent­liche Chance besteht darin, quali­fi­zierte Fach­kräfte deut­lich wirk­samer zu machen.“

Carsten Schulz
Mitgründer der HSP GRUPPE

Die nächsten Anwen­dungen sind bereits in Arbeit

Mit ChatGPT Work prüfen wir derzeit, wie KI umfang­rei­chere Arbeits­ab­läufe begleiten kann. Ein mögli­cher Anwen­dungs­fall ist die Erstel­lung von Jahres­ab­schlüssen.

Fehlende Infor­ma­tionen oder Unter­lagen werden heute häufig erst während der Abschluss­ar­beiten erkannt. Ein KI-gestützter Ablauf könnte die laufende Buch­hal­tung regel­mäßig auf offene Punkte unter­su­chen, benö­tigte Infor­ma­tionen früh­zeitig iden­ti­fi­zieren und entspre­chende Anfragen vorbe­reiten.

Inner­halb der HSP GRUPPE wurden bereits 88 mögliche Auto­ma­ti­sie­rungs­felder erfasst. Sie werden nun fach­lich und tech­nisch bewertet. Dabei prüfen wir auch, ob einzelne Abläufe ange­passt werden sollten, bevor Teile davon auto­ma­ti­siert werden.

Gemeinsam mit Kanz­lei­pakt plant die HSP GRUPPE den Aufbau eines DATEV-zentrierten KI-, Kanz­lei­pro­zess- und Entwick­lungs­teams. Das Team soll Anwen­dungen aus den Kanz­leien prüfen, erfolg­reiche Vorge­hens­weisen doku­men­tieren und geeig­nete Lösungen für den gesamten Verbund bereit­stellen.

Die Success Story bei OpenAI gibt einen ausführ­li­chen Einblick in den aktu­ellen Stand unserer Arbeit mit KI. Sie zeigt konkrete Anwen­dungen, Erfah­rungen aus den Kanz­leien und Ergeb­nisse, die inzwi­schen messbar sind. Über die Veröf­fent­li­chung freuen wir uns sehr. Ebenso gespannt sind wir darauf, was unsere Kolle­ginnen und Kollegen als Nächstes entwi­ckeln.


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