20. Februar 2026

Zukunft zum Selber­ma­chen – warum Eigen­stän­dig­keit wieder zählt

Eigen­stän­dig­keit zählt mehr denn je – trotz sinkender Grün­der­zahlen. Kleine Unter­nehmen punkten mit Kunden­nähe, Ange­bots­frei­heit und digi­taler Eigen­regie.

Deutsch­land erlebt einen anhal­tenden Rück­gang der Selbst­stän­dig­keit. Immer weniger Menschen wagen den Schritt in eine eigene Firma oder Praxis. Die Selbst­stän­di­gen­quote – also der Anteil der Selbst­stän­digen an allen Erwerbs­tä­tigen – sinkt seit Jahren konti­nu­ier­lich und liegt heute so niedrig wie seit Jahr­zehnten nicht mehr. Viele streben nach Sicher­heit: Eine Fest­an­stel­lung mit plan­barem Einkommen erscheint verlo­ckender als das Risiko der eigenen Unter­neh­mung. Gerade der öffent­liche Dienst erlebt ein Come­back als sicherer Hafen, in dem Jobga­ran­tien und gere­gelte Abläufe vorherr­schen. In unsi­cheren Zeiten zieht es Berufs­tä­tige verstärkt dorthin, wo Stabi­lität verspro­chen wird.

Doch trotz dieses Trends zur Absi­che­rung gewinnen Eigen­stän­dig­keit und Unter­neh­mer­geist als Haltung wieder an Bedeu­tung. Es entsteht eine neue Wert­schät­zung für Selbst­be­stim­mung – nicht als Massen­phä­nomen, sondern als bewusste Entschei­dung einer enga­gierten Minder­heit. Wer heute den Weg in die Selbst­stän­dig­keit wählt, tut dies mit offenen Augen: in Kenntnis der Risiken, aber auch aus Über­zeu­gung, dass die Frei­heit, eigene Entschei­dungen zu treffen, ein hohes Gut ist. In einer Arbeits­welt, die zuneh­mend regu­liert und vorge­zeichnet erscheint, zählen Mut, Krea­ti­vität und persön­li­ches Verant­wor­tungs­be­wusst­sein wieder mehr. Eigen­stän­dig­keit zählt 2026 wieder – nicht trotz, sondern gerade wegen der äußeren Begren­zungen.

Wenn Sicher­heit den Vorzug bekommt

Das Bild der klas­si­schen Unter­neh­mer­na­tion bröckelt: Die Grün­dungs- und Selbst­stän­di­gen­zahlen sind rück­läufig. Wo in früheren Jahr­zehnten eine stei­gende Zahl junger Talente vom eigenen Betrieb träumte, herrscht heute oft Zurück­hal­tung. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Sicher­heit steht hoch im Kurs. Nach den Turbu­lenzen der letzten Jahre – von Wirt­schafts­krisen über Pande­mie­folgen bis zu geopo­li­ti­schen Unsi­cher­heiten – neigen viele dazu, beruf­lich auf Nummer sicher zu gehen. Eine unbe­fris­tete Stelle, am besten verbe­amtet, gilt als Ideal. Der öffent­liche Dienst profi­tiert davon beson­ders: In Umfragen geben immer mehr Berufs­tä­tige an, sie würden sich bei glei­cher Tätig­keit eher für eine Anstel­lung im Staats­dienst entscheiden als für eine in der freien Wirt­schaft. Die Jobsi­cher­heit, plan­bare Pensionen und gere­gelte Arbeits­zeiten üben gerade auf die junge Gene­ra­tion eine große Anzie­hungs­kraft aus.

Für kleine Unter­nehmen und Selbst­stän­dige bedeutet diese Entwick­lung eine Heraus­for­de­rung. Nach­wuchs fehlt an allen Ecken: Quali­fi­zierte Fach­kräfte bevor­zugen oft den sicheren Arbeit­geber, was es schwie­riger macht, eigen­stän­dige Betriebe zu über­nehmen oder neu zu gründen. Hinzu kommt die Furcht vor Büro­kratie und finan­zi­ellen Risiken. Deutsch­land hat den Ruf, ein anspruchs­volles Pflaster für Gründer zu sein – komplexe Vorschriften, hohe Abgaben und der fehlende soziale Netz­werk­knoten für Selbst­stän­dige (etwa bei Rente und Kran­ken­geld) schre­cken ab. Die logi­sche Folge: Selbst­stän­dig­keit erscheint vielen als zu großes Wagnis. Statt­dessen wächst eine Gene­ra­tion heran, die lieber in struk­tu­rierten Bahnen arbeitet, wo Risiken abge­fe­dert und Entschei­dungen von oben getroffen werden.

Dieser Trend ist verständ­lich, darf aber nicht darüber hinweg­täu­schen, was verloren geht, wenn immer weniger Menschen den Schritt in die Eigen­stän­dig­keit wagen. Unter­neh­me­ri­sche Frei­heit trägt seit jeher zum Inno­va­ti­ons­geist und zur Flexi­bi­lität der Wirt­schaft bei. Wenn sich zu viele allein auf Sicher­heit verlassen, droht ein Mangel an frischen Ideen, indi­vi­du­ellen Lösungen und jener beson­deren Dynamik, die nur unab­hän­gige Unter­neh­mer­per­sön­lich­keiten entfalten können. Es stellt sich also die Frage: Wie kann Eigen­stän­dig­keit heute wieder attraktiv und bedeu­tend werden, ohne die realen Sicher­heits­be­dürf­nisse zu igno­rieren?

Eigen­stän­dig­keit als bewusste Entschei­dung

In der aktu­ellen Lage ist Selbst­stän­dig­keit keine Selbst­ver­ständ­lich­keit mehr, sondern eine bewusste Lebens­ent­schei­dung. Die Selbst­stän­di­gen­quote mag niedrig sein, doch die Menschen, die sich für diesen Weg entscheiden, tun dies aus Über­zeu­gung. Sein eigener Chef sein ist heute weniger denn je eine Notlö­sung oder Massen­be­we­gung – es ist Ausdruck von Werten und Lebens­ent­würfen. Wer sich selbst­ständig macht, setzt ein Zeichen: für Selbst­be­stim­mung, für die Bereit­schaft, Verant­wor­tung zu über­nehmen, und für den Glauben daran, mit der eigenen Idee etwas bewegen zu können.

Diese Haltung gewinnt an Bedeu­tung, auch wenn die abso­luten Zahlen klein sind. In einer Arbeits­welt, in der vielen ein Gefühl der Austausch­bar­keit droht, verkör­pert die unter­neh­me­ri­sche Selbst­stän­dig­keit das genaue Gegen­teil: Hier zählt das Indi­vi­duum mit seiner ganzen Persön­lich­keit, seinem Können und seiner Leiden­schaft. Selbst­stän­dige – seien es Hand­werker, Dienst­leister oder Krea­tive – erleben unmit­telbar die Früchte ihrer Entschei­dungen. Erfolg und Miss­erfolg sind persön­li­cher zuzu­ordnen als im großen Konzern. Diese Unmit­tel­bar­keit hat eine beson­dere Qualität: Sie kann befrie­digen und antreiben, weil man die Konse­quenzen des eigenen Handelns direkt sieht.

Natür­lich ist diese bewusste Entschei­dung mit Risiken verbunden. Aber gerade das macht ihren Wert aus. Anstatt Sicher­heit um jeden Preis über alles zu stellen, wägen heutige Gründer und Inhaber bewusst ab: Wie viel Frei­heit ist mir die Unsi­cher­heit wert? Viele stellen fest, dass mate­ri­elle Sicher­heit zwar wichtig ist, aber nicht allein glück­lich macht. Sinn, Leiden­schaft und Unab­hän­gig­keit in der Arbeit können genauso bedeutsam sein. So entsteht eine neue Gene­ra­tion von Selbst­stän­digen, die nicht blau­äugig startet, sondern realis­tisch plant – und dennoch mutig genug ist, es zu tun. Für sie ist Eigen­stän­dig­keit kein Zufall, sondern der gewählte Lebensweg. Ihr Unter­neh­mer­geist sorgt dafür, dass trotz aller Widrig­keiten weiterhin neue Ideen entstehen, kleine Firmen gegründet und alte Betriebe fort­ge­führt werden. Das ist kein Massen­phä­nomen, aber ein gesell­schaft­lich wert­volles Gegen­ge­wicht zum Sicher­heits­trend.

Frei­heit im Kleinen: Entschei­dungs­spiel­räume statt Gren­zen­lo­sig­keit

Es wäre falsch, Selbst­stän­dig­keit mit gren­zen­loser Frei­heit zu verwech­seln. Kleine Unter­nehmen bewegen sich keines­wegs in einem rechts­freien Raum; sie unter­liegen denselben Markt­zwängen und gesetz­li­chen Vorgaben wie alle anderen. Doch die Frei­heit der Selbst­stän­digen besteht in Spiel­räumen im Konkreten – in Details, die den Unter­schied machen. Während Ange­stellte oft Entschei­dungen von oben abwarten müssen, können Inhaber kleiner Betriebe im Alltäg­li­chen schneller und eigen­stän­diger handeln. Gerade in diesen Entschei­dungs­spiel­räumen im Kleinen entfaltet sich der Reiz der Eigen­stän­dig­keit. Dazu zählen insbe­son­dere:

Ange­bots­ge­stal­tung: Selbst­stän­dige können selbst entscheiden, was sie anbieten und wie. Ob ein Schreiner neue nach­hal­tige Mate­ria­lien ins Sorti­ment nimmt oder ein IT-Dienst­leister seine Nische in spezi­eller Bera­tung findet – die Produkt- und Service­pa­lette liegt in eigener Hand. Man kann Markt­lü­cken nutzen, sich spezia­li­sieren oder etwas völlig Neues auspro­bieren, ohne erst durch konzern­weite Gremien zu müssen. Diese Gestal­tungs­frei­heit ermög­licht es, kunden­nahe und inno­va­tive Ange­bote zu entwi­ckeln, die bei stan­dar­di­sierten Groß­an­bie­tern so nicht zu finden wären.

Nähe zur Kund­schaft: Kleine Unter­nehmen genießen oft eine direkte Bezie­hung zu ihren Kunden. Man kennt seine Kund­schaft persön­lich, versteht ihre Bedürf­nisse und erhält unmit­tel­bares Feed­back. Diese Nähe erlaubt es, flexibel auf Wünsche zu reagieren und Vertrauen aufzu­bauen. Während in großen Struk­turen Kunden­an­liegen in anonymen Hotlines versanden, kann der lokale Hand­werks­be­trieb oder die inha­ber­ge­führte Agentur direkt und unkom­pli­ziert helfen. Eigen­stän­dig­keit bedeutet hier Frei­heit, die Bezie­hung zum Kunden auf Augen­höhe zu gestalten – ein unschätz­barer Vorteil in Zeiten, in denen persön­liche Bindung und Vertrauen immer wich­tiger werden.

Digi­tale Eigen­regie: Dank moderner digi­taler Tools können selbst kleinste Unter­nehmen heute profes­sio­nell agieren. Von cloud­ba­sierter Buch­hal­tung über Online-Marke­ting bis zur Termin­or­ga­ni­sa­tion per App – digi­tale Selbst­or­ga­ni­sa­tion verschafft Unab­hän­gig­keit von teuren externen Dienst­leis­tern und macht flexibel. Ein kleiner Betrieb kann seine Digi­tal­stra­tegie eigen­ständig steuern: online präsent sein, E-Commerce nutzen, auf Platt­formen sichtbar werden, ohne seine Iden­tität aufzu­geben. Die Möglich­keit, neue Soft­ware und Tech­no­lo­gien direkt einzu­setzen, ohne lange Entschei­dungs­wege, ist ein echter Wett­be­werbs­vor­teil. Damit behalten Selbst­stän­dige die Hoheit über ihre Daten, Prozesse und Kunden­kon­takte in der eigenen Hand.

Robuste Orga­ni­sa­tion: Flache Hier­ar­chien und über­schau­bare Teams machen kleine Unter­nehmen anpas­sungs­fähig. Bei Verän­de­rungen – seien es neue gesetz­liche Auflagen, schwan­kende Mate­ri­al­preise oder uner­war­tete Aufträge – können Selbst­stän­dige rasch reagieren. Entschei­dungs­wege sind kurz, Umstel­lungen lassen sich unbü­ro­kra­tisch umsetzen. So entsteht eine robuste Orga­ni­sa­tion, die zwar verwundbar scheint, aber oft krisen­fester ist als große Tanker, weil sie flexibel navi­gieren kann. Die Frei­heit liegt darin, eigene Schwer­punkte zu setzen: welchen Liefe­ranten man wählt, welche Projekte Prio­rität bekommen oder welche Kosten man einsparen kann. Diese Spiel­räume mögen begrenzt sein, doch sie ermög­li­chen es, im Sturm schneller Kurs zu halten oder zu wech­seln. Das ist keine gren­zen­lose Frei­heit – aber es ist die Frei­heit, im rich­tigen Moment selbst zu entscheiden.

In all diesen Berei­chen zeigt sich: Die Selbst­stän­dig­keit bietet Frei­heits­grade im Alltag, die man in abhän­gigen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nissen so nicht hat. Es sind oft die kleinen Dinge – der eigene Stil im Angebot, der persön­liche Umgang mit Kunden, die spontan einge­führte neue Soft­ware oder die prag­ma­ti­sche Umor­ga­ni­sa­tion des Teams – die den Unter­schied machen und Erfolg sowie Zufrie­den­heit in der Selbst­stän­dig­keit ausma­chen. Gerade weil ringsum viele Einschrän­kungen exis­tieren, sind diese kleinen Frei­heiten so wert­voll.

Regio­nale Präsenz und Preis­ho­heit: Stärken im aktu­ellen Umfeld

Ein Blick auf Hand­werk und Dienst­leis­tungen zeigt exem­pla­risch, wie wichtig eigen­stän­diges Agieren gerade heute ist. Nehmen wir die regio­nale Präsenz: In einer globa­li­sierten, online geprägten Welt besinnen sich viele Verbrau­cher wieder auf das Lokale. Ein Maler­meister aus der Region, ein fami­li­en­ge­führtes Café oder ein IT-Dienst­leister im selben Ort – sie genießen einen Heim­vor­teil. Kund­schaft schätzt regio­nale Verwur­ze­lung, weil sie Verläss­lich­keit und Iden­ti­fi­ka­tion bietet. Selbst­stän­dige Unter­nehmen können vor Ort Gesicht zeigen, im Alltag der Gemeinde präsent sein und so eine Bindung und Vertrauen aufbauen, die großen, orts­fremden Anbie­tern oft fehlt. Diese Veran­ke­rung in der Region ist nicht altmo­disch, sondern ein aktu­eller Trumpf: Sie ermög­licht Nähe, kurze Wege und das Gefühl, dass Wert­schöp­fung und Service vor der eigenen Haustür statt­finden.

Daneben spielt die Preis­ho­heit eine entschei­dende Rolle. Kleine Unter­nehmen haben die Frei­heit, ihre Preise eigen­ver­ant­wort­lich zu kalku­lieren. Anders als z. B. Fran­chise­nehmer oder Zulie­ferer großer Konzerne, die oft an vorge­ge­bene Preis­listen oder enge Margen gebunden sind, können Hand­werker und Dienst­leister vor Ort ihre Preise so gestalten, dass Qualität und Aufwand ange­messen hono­riert werden. In Zeiten stei­gender Mate­rial- und Ener­gie­kosten ist diese Preis­ho­heit über­le­bens­wichtig: Nur wenn ein Betrieb seine gestie­genen Kosten weiter­geben kann, bleibt er rentabel. Selbst­stän­dige kommu­ni­zieren ihre Preise direkt mit der Kund­schaft und können im Dialog erklären, warum eine Leis­tung etwas kostet. Das schafft Trans­pa­renz und stellt sicher, dass am Ende ein faires Geschäft für beide Seiten steht. Natür­lich müssen auch sie markt­fähig bleiben und können die Preise nicht beliebig erhöhen – aber sie haben zumin­dest die Hoheit, es zu versu­chen und anzu­passen, anstatt durch ferne Vorgaben erdrückt zu werden.

Schließ­lich profi­tieren Hand­werk und Dienst­leis­tungen enorm von der bereits erwähnten digi­talen Eigen­regie. Moderne Cloud-Lösungen, Buch­hal­tungs­soft­ware, Online-Termin­planer oder Hand­werker-Apps – sie alle erleich­tern den Alltag und erlauben es auch kleinen Teams, profes­sio­nell orga­ni­siert zu sein. Ein Beispiel: Wo früher ein kleiner Hand­werks­meister abends Berge von Papier­kram bewäl­tigen musste, nutzt er heute viel­leicht eine App, die ihm unter­wegs schon die Doku­men­ta­tion erle­digt, Rech­nungen schreibt oder Kunden­ter­mine koor­di­niert. Das spart Zeit und Nerven und macht den Betrieb robuster, weil Abläufe reibungs­loser funk­tio­nieren. Ebenso ermög­licht das Internet kleinen Dienst­leis­tern, gezielt Kunden zu finden – über Social-Media- Platt­formen oder eine eigene Website. So bleibt man unab­hängig von teuren Vermitt­lern oder großen Werbe­bud­gets. Die digi­tale Selbst­or­ga­ni­sa­tion wird zu einer Säule der Eigen­stän­dig­keit: Sie skaliert die Kräfte eines kleinen Unter­neh­mens, ohne dessen Vorteile – Flexi­bi­lität und Kunden­nähe – aufzu­geben.

All diese Entwick­lungen zeigen, dass Eigen­stän­dig­keit im Hand­werk und im Dienst­leis­tungs­sektor lebendig ist und sich anpasst. Es geht nicht darum, nost­al­gisch am Alten fest­zu­halten. Im Gegen­teil: Viele kleine Betriebe sind über­ra­schend inno­vativ, wenn es um die Verbin­dung von Tradi­tion und Moderne geht. Sie beweisen täglich, dass man auch in einem restrik­tiven Umfeld – geprägt von Konkur­renz, Normen und externen Schocks – erfolg­reich und eigen­ständig wirt­schaften kann, indem man seine spezi­ellen Stärken ausspielt: regio­nale Verwur­ze­lung, eigene Preis­ge­stal­tung und digi­tale Effi­zienz in der Selbst­or­ga­ni­sa­tion.

Fazit: Eigen­stän­dig­keit im restrik­tiven Umfeld – wich­tiger denn je

Wir leben in einer Zeit, die von Begren­zungen und Regeln geprägt ist. Wirt­schaft­liche Unsi­cher­heiten, gesetz­liche Auflagen und gesell­schaft­liche Erwar­tungen setzen enge Rahmen. Gerade deshalb bleibt Selbst­stän­dig­keit wichtig. Es sind die kleinen Unter­nehmen und Selbst­stän­digen, die inner­halb dieser Grenzen Spiel­räume schaffen und nutzen. Nicht trotz, sondern wegen der Begren­zungen entfaltet Eigen­stän­dig­keit ihren Wert: Wo große Orga­ni­sa­tionen starr an Vorgaben gebunden sind, können unab­hän­gige Köpfe flexibel reagieren, Probleme kreativ lösen und Nischen besetzen, die andern­orts über­sehen werden.

Die Zukunft zum Selber­ma­chen erfor­dert Mut und einen langen Atem – aber sie bietet auch die Chance auf persön­liche Frei­heit und Sinn­haf­tig­keit im Beruf. In einer Welt, die Sicher­heit preist, erin­nert uns die bewusste Entschei­dung zur Selbst­stän­dig­keit daran, dass Fort­schritt und Zufrie­den­heit oft aus dem Wagnis des Eigenen entstehen. Kleine Unter­nehmen im Hand­werk und Dienst­leis­tungs­be­reich zeigen heute schon, wie man inner­halb enger Grenzen Großes bewirken kann: durch Kunden­nähe, Quali­täts­be­wusst­sein, digi­tale Fitness und die Bereit­schaft, Verant­wor­tung zu tragen.

Auch wenn nicht jeder ein Gründer sein will oder soll, so braucht unsere Wirt­schaft doch diese unab­hän­gigen Macher, die ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen. Sie sorgen für Viel­falt, Inno­va­tion und Stabi­lität im Kleinen – und tragen damit zum großen Ganzen bei. Eigen­stän­dig­keit zählt wieder, weil sie ein Gegenpol zur Unifor­mität der sicheren Karrieren ist. Sie hält den Geist der Gestal­tung und Frei­heit lebendig. Die Zukunft muss man sich manchmal selbst erar­beiten. Sicher­heit mag bequem sein, doch die Zukunft zum Selber­ma­chen gehört denen, die ihre Spiel­räume nutzen und mit Tatkraft füllen.


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